Absinth wird aus Wermut, Anis und Fenchel destilliert. Das Rezept wurde Ende des 18. Jahrhunderts in der Schweiz entwickelt und gelangte bald nach Frankreich, das Land, welches Absinth weltweit populär machen sollte. Bei verschiedenen Absinthsorten können aber durchaus noch weitere Kräuter, wie Ysop, Angelika, Kalmus, Koriander, Veronica, Wacholder und Muskat verwendet werden. Diese werden zunächst mazeriert, sodass das Aroma und die Bestandteile der Kräuter auf den Alkohol übergehen, welcher dann destilliert wird.
Absinth enthält Thujon, welches ein ätherisches Öl des Wermutes ist. Ende des 19. Jahrhunderts stand Thujon im Verdacht, Veränderungen der Wahrnehmung und Wahnzustände auszulösen. Dies und der allgemein verbreitete Alkoholismus führten letztendlich dazu, dass der Absinth Anfang des 20. Jahrhunderts verboten wurde. Nach Aufhebung der Gesetze wurde der Absinth aber wieder entdeckt und entwickelte sich erneut zum Kultgetränk.